
Laurel Burch war eine autodidaktische Künstlerin, die als Blumenkind der 60er Jahre handgefertigten Schmuck in den Straßen von San Francisco verkaufte. Sie vertraute stets auf ihre Intuition und Leidenschaft und ihr unverwechselbarer Stil, ein Spiegel ihres Herzens, war Ausdruck ihrer Liebe zum Leben und ihrer ausgeprägten Fantasie.
Die persönliche Begegnung mit Laurel Burch hat unsere vielseitige Kollektion ihrer Kunstwerke stark geprägt. Ihre Lebensgeschichte hat uns tief berührt und ergriffen.
Der Kampfgeist von Laurel Burch
„Ich weigere mich irgendetwas in meinem Leben zu haben, was ich nicht in Magie und Schönheit umwandeln kann. Ich weigere mich einfach.”Laurel Burch (31. December 1945 – 13. September 2007)
Laurel Burch besaß die Gabe und Fähigkeit, den lähmenden Schmerz, den sie im Verlauf ihres Lebens erleiden musste, in farbenprächtige, lebhafte und bewegende Kunstwerke umzuwandeln. Sie lehnte es rigoros ab, ihren körperlichen Schmerz zum Mittelpunk ihres Lebens zu machen und wollte stattdessen „Hoffnung, Heiterkeit und Güte” mit ihrer Kunst vermitteln, mit dem Ziel genau solche Dinge des Lebens zu teilen, die einen positiven Einfluss auf die Menschen haben.
Schon mit der seltenen Knochenkrankheit Osteoporose zur Welt gekommen, hielt Burchs ausgeprägter Kampfgeist sie Jahrzehnte länger am Leben, als es Ärzte jemals für möglich gehalten hätten. Im Verlauf ihres Lebens erlitt Burch, ausgelöst durch ihre Krankheit, mehr als einhundert Knochenbrüche, doch trotz der langen Rehabilitationsphasen, in denen sie dazu gezwungen war vom Bett oder vom Rollstuhl aus zu malen, legte sie nur selten ihre Pinsel nieder.
„Ich musste solch eine große Anzahl von Hindernissen überwinden, dass ich ein System entwickelt habe, welches mir den Glauben gibt, dass ich so gut wie alles erreichen kann,” sagte sie. „Natürlich kann ich das nicht, aber manchmal genügt es nur, „Ich kann” zu sagen.
Einfache Herkunft
Laurel Burch zog in den 60er Jahren im Alter von 20 Jahren nach San Francisco und unterhielt sich und ihre zwei kleinen Kinder mit dem Verkauf von handgefertigtem Schmuck, den sie aus Knochen, Glasperlen und Münzen, sowie Altmetallen herstellte, die sie auf der Rückseite einer herkömmlichen Bratpfanne bearbeitete und formte.
Bewusst Modetrends ignorierend, war es immer ihr Ziel alle Menschen anzusprechen, nicht nur die “Schrägen und Auffälligen.” Wurde ein Schmuckstück von Passanten bewundert, so schenkte sie ihnen dieses als Antwort. Geschäfte im Haight Ashbury Bezirk unerstützten die Etablierung von Burchs Namen, indem sie eine Auswahl ihres handgefertigten Schmucks führten, und die Faszination eines Geschäftsmannes aus der Gegend, Shashi Singapuri, reichte so weit, dass er Muster mit nach China nahm- woraufhin sie 1971 dorthin eingeladen wurde.
In China entdeckte Burch Cloisonné, eine traditionelle Handwerkstechnik zur Dekoration mit Metallen, welches den Beginn ihres Signaturstils darstellte. Sie entwarf ein Dutzend Bilder unter Verwendung dieser Technik und ließ daraufhin die Designs als Ohrringe herstellen. Kurz darauf verwendete sie die Muster auch für andere Materialien- inklusive Stoffe- und arbeite mit Singapuri als Geschäftspartner für acht Jahre, in denen sie weitere Kunstwerke in der vielfarbigen Cloisonné-Technik fertigte.
Künstlerin und Geschäftsfrau
Burch trennte sich 1979 von Singapuri und gründete ihre eigene Firma „Laurel Burch Artworks”, welche sie im Laufe der 80er und 90er Jahre zu einem millionschweren Unternehmen aufbaute. Als Künstlerin und Geschäftsfrau brachte sie sich das notwendige Wissen selbst bei, indem sie sich Herausforderungen stellte und „herumexperimentierte.“
Es war aber die Malerei, die ihr die größte Freude im Leben bereitete, im Umgang mit dieser sah sie sich als Volkskünstlerin, erzählte Geschichten und machte die Vermittlung von Schönheit zum zentralen Mittelpunkt ihrer Bilder.
„In unserer hektischen, schnellebigen Welt,” sagte sie einst, „benötigen wir Symbole, die uns an die immerwährende Welt des Geistes erinnern.”
Die Kraft des menschlichen Geistes
Burch verstarb 2007 im Alter von 61 Jahren infolge von Komplikationen ihrer Krankheit. Und dennoch ist ihre Lebensgeschichte ein greifbares Zeugnis dafür, wozu der menschliche Geist fähig ist.
Paperblanks zollt der Magie und Schönheit von Laurel Burch Tribut
Laurel Burchs Beitrag zur Paperblanks-Kollektion ist bedeutend. Ihre Designs werden in über 20 Büchern und sechs verschiedenen Serien dargestellt: Schön und Rätselhaft, Verspielte Kreationen, Blüten, Faszination Frau, Die Liebenden und Die Seele des Pferdes. Um mehr über diese Serien zu erfahren, klicken Sie bitte hier.


